Die Bergruine Harchheim - besser bekannt unter dem Namen "Burgstall" - liegt inmitten des Naturschutzgebietes "Kößlbachtal".
Burgstall wurde zu Beginn des 13. Jhdt. erbaut und befindet sich auf einem Felsen hoch über dem Kleinen Kößlbach. Ab 1536 wurden straffällige Bewohner der Niederkeßla in der damals noch intakten Burg verurteilt und eingesperrt. Da Burgstall bereits zu dieser Zeit sehr verfallen war, verlegte man ein halbes Jahrhundert später den Sitz des Gerichtes nach St. Aegidi. Am Ende des 16. Jhdt. wurden viele Steine von der Burg abgetragen und für den Neubau der Pankrazkirche verwendet. Jahrhundertelang kam es zu Streitereien um dieses Gebiet. Erst der 1765 abgeschlossene Staatsvertrag brachte Frieden zwischen Österreich und dem Hochstift Passau.