Das älteste Kunstwerk (Jungsteinzeit) ist eine 10 cm große Kultstatuette, nach ihrem Fundort in Niederösterreich "Venus von Willendorf" genannt.
Reiche Funde von Bronzearbeiten sowie Keramik der Illyrer und Kelten stammen aus der Hallstatt-Kultur (800-400 v. Chr.) und der La-Tène-Zeit.
Von den fünf Jahrhunderten (15. v. Chr. - ca. 500 n. Chr.), in denen der Alpenraum bis zur Donau dem Römischen Reich eingegliedert war, zeugt eine Fülle von Fundstücken.
Zur Zeit der Romanik im 12. und 13. Jh. entstanden stattliche Dome und Klosteranlagen (Heiligenkreuz, Zwettl, Lilienfeld, Dom zu Gurk) wie auch bedeutende Freskenzyklen (Lambach, Pürgg, Gurk u. a.).
Der von Frankreich ausgehende Stil der Gotik fand in den Baudenkmälern des 15. Jh.s Vollendung (Stephansdom). Die spätgotische Tafelmalerei erreicht in Verbindung mit der Schnitzkunst in den reich gestalteten Flügelaltären Vollendung.
Die Renaissance (1500-1610/20) zeigt sich in Österreich vor allem im Burgen- und Festungsbau (Schallaburg, Burg Hochosterwitz, Schloß Porcia).
Die hervorragendste Epoche künstlerischen Schaffens in Österreich ist die Zeit des Barock, das seine Hochblüte unter dem Baumeister-Dreigestirn Fischer von Erlach, Hildebrandt und Prandtauer in den Prunkbauten der Habsburger, des Hochadels und der Kirche erlebt.
Der Klassizismus geht fast stufenlos in das Biedermeier über, das am besten in der Malerei Ausdruck findet (Waldmüller, Daffinger, Gauermann, v. Alt).
Der Historismus ist der Baustil der "Gründerzeit", am bedeutendsten sind die Prachtbauten der Wiener Ringstraße.
Mit Gründung der Wiener Secession 1898 manifestiert sich in Österreich der Jugendstil, der Kunstrichtung am Ausgang des 19. Jh.s. Wesentliche Vertreter sind die Architekten Josef Olbrich und Otto Wagner sowie in der Malerei Gustav Klimt.
Bekannte Vertreter des Expressionismus sind die Maler Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Alfred Kubin.